Gemeinsam für den Grundwasserschutz: Initiative Wasserschutz-Weizen in Niederbayern wächst weiter
13 neue Partner, 185 Hektar Anbaufläche und ein gemeinsames Ziel: unser Trink- und Grundwasser schützen. Die Initiative Wasserschutz-Weizen in Niederbayern zeigt, wie Landwirtschaft, Mühlen, Bäckereien und Wasserwirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen – und wie Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrer Kaufentscheidung einen Beitrag leisten können.
Was haben ein Weizenfeld, eine Mühle und eine Bäckerei gemeinsam? Sie alle können zum Schutz unseres Trink- und Grundwassers beitragen. Dass sich Grundwasserschutz und traditionelles Bäckerhandwerk dabei hervorragend ergänzen, zeigt die Initiative Wasserschutz-Weizen in Niederbayern. Beim diesjährigen Jahrestreffen am 16. Oktober 2026 begrüßte Regierungspräsident Rainer Haselbeck 13 neue Projektbeteiligte und zeichnete sie für ihr Engagement aus. Auch langjährige Partnerinnen und Partner, die die Initiative bereits seit fünf Jahren unterstützen, wurden geehrt.
Vom Feld bis in die Backstube: Gemeinsam mehr erreichen
Sauberes Grundwasser ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Durch den Anbau von Wasserschutz-Weizen leisten Landwirtinnen und Landwirte einen aktiven Beitrag zum Schutz unseres Trinkwassers: Sie halten eine festgelegte Höchstmenge an Stickstoffdünger ein und verzichten auf die letzte Stickstoffdüngung vor der Ernte. Der Anbau einer Zwischen- oder Nachfrucht trägt dazu bei, überschüssigen Stickstoff im Boden aufzunehmen und dessen Auswaschung ins Grundwasser zu verringern.
Doch Grundwasserschutz endet nicht auf dem Feld. Er setzt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette fort – vom Weizenanbau über die Verarbeitung in der Mühle bis hin zum fertigen Brot und Gebäck in der Bäckerei.
Genau hier setzt die Initiative Wasserschutz-Weizen an. Denn wirksamer Grundwasserschutz gelingt am besten gemeinsam: Wenn Landwirtinnen und Landwirte, Mühlen, Bäckereien, Wasserversorger und Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten, entsteht ein starkes Netzwerk, das den Schutz unserer Wasserressourcen aktiv voranbringt.
Seit diesem Jahr neu dabei sind:
Bäckereien:
- Landbäckerei Edlfurtner aus Thyrnau,
- Bäckerei Heidobler aus Teisbach,
- Bäckerei Landshuter aus Haidmühle,
- Holzofenbäckerei Lorenz aus Schöllnach,
- Bäckerei Pangerl aus Hauzenberg,
- Bäckerei Schnierle aus Regen,
- Wellnessbäckerei Schreiner aus Haus im Wald,
- Landbäckerei Damböck aus Spiegelau sowie
- Bäckerei Kloiber aus Hinterschmiding.
Mühle:
- Kolbeck Mühle aus Chamerau, die Weizen aus Niederbayern verarbeitet.
Bildungseinrichtung:
- Berufliche Schulen Landshut-Schönbrunn – Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung.
Landwirtschaft:
- Ludwig Edlfurtner aus Thyrnau und
- Günther Schlögl aus Ering.
Gemeinsam wächst die Wirkung
Mit den Neuzugängen zählt die Initiative inzwischen 16 landwirtschaftliche Betriebe, fünf Mühlen, 25 Bäckereien, zehn Wasserversorger, einen Konditoreibetrieb und drei Bildungseinrichtungen. Auch die Anbaufläche ist deutlich gewachsen: von ursprünglich fünf auf mittlerweile 185 Hektar Wasserschutz-Weizen.
Regierungspräsident Rainer Haselbeck betonte beim Jahrestreffen, dass der Schutz unseres Trink- und Grundwassers nur gemeinsam gelingen könne. Die neuen Partnerinnen und Partner zeigen, was möglich ist, wenn Landwirtschaft, Handwerk und Wasserwirtschaft an einem Strang ziehen.
Auch beim Einkauf zählt jeder Beitrag
Wer Brot und Backwaren aus Wasserschutz-Weizen kauft, unterstützt die beteiligten Betriebe und trägt dazu bei, den Grundwasserschutz durch weniger Dünger zu fördern. So verbindet die Initiative regionales Handwerk mit dem Schutz einer unserer wichtigsten Lebensgrundlagen.
Herzlich willkommen an alle neuen Partnerinnen und Partner – gemeinsam setzen wir uns für sauberes Wasser ein!
Gemeinsam für den Grundwasserschutz: Regierungspräsident Rainer Haselbeck (Mitte) hieß die neuen Partnerinnen und Partner der Initiative Wasserschutz-Weizen herzlich willkommen. © Regierung von Niederbayern


